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Hier finden Sie regelmäßig neue Infos rund um das Thema Spätzle, sozusagen kleine Appetit-Häppchen...

Spätzle EU-weit geschützt

Das ggA-Siegel der EU
Das ggA-Siegel der EU

"Schwäbische Spätzle" und "Schwäbische Knöpfle" müssen künftig auch wirklich aus Schwaben kommen. Die Europäische Kommission hat am 8. März 2012 für die regionalen Spezialitäten aus Baden-Württemberg das Siegel „geschützte geografische Angabe (g.g.A.)“ vergeben. Bei einer g.g.A. muss mindestens eine der Produktionsstufen – also Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – im Herkunftsgebiet durchlaufen werden.

Damit sind die Schwäbischen Spätzle aufgrund ihrer Qualität, ihrer langen Tradition und des damit verbundenen besonderen Ansehens europaweit mit verbindlichen Vorgaben für die Herstellung der Produkte als regionale Spezialität geschützt.

Mit unseren traditionellen Spätzlebrettern und Schabern tragen auch wir dazu bei, dass die handgeschabten Spätzle als traditionelle Spezialität weiter auf dem Speiseplan bleiben. Auch unsere Kunden aus den anderen Bundesländern können sich an den selbstgemachten Spätzle erfreuen, selbst wenn die in Hamburg oder Berlin, in Sachsen oder in Ostfriesland "erzeugt, verarbeitet oder hergestellt" werden - das einzigartige Werkzeug dazu kommt aus Baden-Württemberg und ist ein echte Schwarzwälder Traditionsprodukt, wie es seit mehr als 100 Jahren von Hand gefertigt wird.

Brettle als Therapie

Unser letzter Schnefler aus Bernau
Unser letzter Schnefler aus Bernau

Sieben Jahre haben wir unser klassisches Spätzlebrett im Schwarzwald herstellen lassen. Einer der letzten „Schnefler“ hatte die über hundert Jahre alte Form noch von seiner Großmutter „behütet“. Sie diente als Vorlage für unsere Spätzlebretter, die „Edition eba“. In reiner Handarbeit fertigte er für uns die ersten 100 Brettle. Dann knüpfte er einen Kontakt zu einer noch im Aufbau befindlichen Holzverarbeitungsfirme – deren Vorläuferin den Betrieb eingestellt hatte. Mit seiner Hilfe gelang es dann, immer wenn der anlaufende Betrieb es gestattete, unsere Brettle zu produzieren.

Leider hat dieser Betrieb nicht mehr genügend Kapazität für unsere kleine Serie. Oft mussten wir monatelang auf die Lieferung warten. „Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah…“ – nach diesem Goethe‘schen Vierzeiler fanden wir dann, sozusagen vor der Haustüre, unseren neuen Lieferanten. In den „Therapeutischen Werkstätten“ der Diakonischen Einrichtung „Karlshöhe Ludwigsburg“ fanden wir einen aufgeschlossenen Schreinermeister, dessen von ihm betreuten Mitarbeiter allerlei Nützliches aus Naturholz herstellen. Hier entstehen jetzt auch unsere exclusiv geformten Brettle. Die bekommt man nicht im Haushaltsgeschäft...

Liebevolle Handarbeit ist Teil eines therapeutischen Auftrags, der Menschen mit Problemen hilft, dass sie sich wertschätzen können.

Die über die Barockstadt hinaus bekannte „Stiftung Karlshöhe“ hat seit 2005 in Eva Luise Köhler eine prominente Schirmherrin. Die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Horst hat diese Aufgabe damals übernommen und führt sie noch heute weiter.

Gute Spätzle schwimmen oben

Heute mal ein bisschen Kochphysik! Die Wissenschafts-Redaktion der "STUTTGARTER ZEITUNG" hat ein Geheimnis gelüftet: Wenn man handgeschabte Spätzle ins kochende Wasser schabt, schwimmen sie oben.
Fabrikspätzle hingegen bleiben unten. Das passiert auch mit anderen gepressten Teigwaren wie Spaghetti, Sprialen oder Penne. Diese werden unter Vakuum durch die Maschinen gedrückt. Deshalb hat der Teigstrang nur minimale Lufteinschlüsse.
Frisch geschabte Spätzle sinken auf den Topfboden, weil der Teig eine höhere spezifische Dichte als das kochende Wasser hat. Doch dann dehnt sich die Luft im Teig aus und es bilden sich kleine Hohlräume. Damit lernt das Spätzle sozusagen Schwimmen und kommt dank des Auftriebs nach oben.
Diesen Effekt nutzen auch manche Nudelhersteller aus. Bei der Firma Alb-Gold in Trochtelfingen, so hat es deren Betriebsleiter, Lebensmittelingenieur Alexander Bristle der Stuttgarter Zeitung mitgeteilt, werden Nudeln schonend mit dem Nudelholz ausgewalzt, wodurch ebenfalls Luft im Teig verbleibt.